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Die Ursprünge des Roulette sind weitestgehend im Dunkeln, aber viele stimmen darin überein, dass sie in Asien liegen und das Spiel dann nach Europa kam. Einige Quellen behaupten, das Spiel kam im 16. Jahrhundert mit französischen Missionaren auf den alten Kontinent, zumindest die grundlegenden mathematischen und philosophischen Ideen des fernen China nach Frankreich. Angelangt, verbreitete sich die "Philosophie des Roulette" in den Kreisen der Intelligentia. Andere behaupten der Ursprung des Spiels liege bei dem großartigen Mathematiker und Philosophen Blaise Pascal (1623 - 1662), der das Spiel unabhängig selbst entwickelt habe.

Doch die Benutzung seiner Erfindung für Glücksspiel war sicherlich nicht, was Pascal vorgesehen hatte. Der rotierende Zylinder seiner Erfindung war nicht versteckt. Abgesehen von der Elite akademischer Kreise, wurden Pascals Experimente auch von der Kirche kritisch beäugt.

Der Übergang

Es dauerte etwa ein halbes Jahrhundert bis sich Roulette als Glücksspiel etabliert hatte. In der Zwischenzeit machten sich andere Zeitgenossen über die rotierenden Zylinder Gedanken. Ein Freund Pascals, der Philosoph und Moralist Chevalier de Mere betrachtete das Roulette und seine Zahlen unter einem eher mystischen Blickwinkel. Er verband die Anzahl an Kombinationen in Begriffen wie "gut und böse", "Mann und Frau" oder "Tag und Nacht" und nutzte sie als eine Art mechanisches Roulette Orakel in fernöstlicher Tradition.

Zu dieser Zeit waren staatliche Stellen auch Geschäftemacher (oft zum Beispiel Herbergsväter) und sich der rotierenden Zylinder bewusst. So breitete sich Roulette als kommerzielles Glücksspiel aus.

In den Folgejahren unterhielten die rotierenden Zylinder die gesellschaftlichen Eliten Europas. Roulette gab es nun in vielen Sprachen. Große Roulette Räder mit veränderten Zahlen und der "Doppel Null" wurden eingesetzt. Das Prinzip von Roulette aber blieb das gleiche.

1837 verbot der französische Regent Philippe Louis das Glücksspiel und damit auch Roulette. Aber der Triumphzug des Roulette war ungebrochen. Das Spiel gelangte in die Salons Deutschlands. In Baden-Baden und Bad Homburg wurde Roulette schnell zum beliebtesten Glücksspiel noch vor Kartenspielen und schlug gar die Vorherrschaft des "Rouge et Noir".

Als die Entwicklung des Roulette Rads 1872 mit einem generellen Glücksspielverbot sein Ende fand war Roulette in vielen Ländern verboten. Nun bekam Monte Carlo das Mekka für Roulette Spieler.

Deutsches Roulette in Moderner Zeit

Mit der Eröffnung von Casinos in Deutschland im Jahre 1933 wuchs die Nachfrage nach neuen Roulette Tischen. Vor allem belgische und französische Firmen übernahmen die Produktion und Distribution von Roulette Rädern und Tischen. Roulette mit einer einzelnen Null und 37 Zahlen wurde der Standard.

Nach dem Krieg begannen deutsche Firmen die Produktion von Roulette Rädern. Viele davon werden noch immer in deutschen Kasinos genutzt. Diese sind unter anderem: Caro, Wächtler, Huxley, Klaus und Brückner & Turek.

Bis zu den 1970ern wurden Roulette Tische mehr oder weniger per Hand gefertigt. Ab den 1980ern wurde die Produktion mehr und mehr computerisiert, die Preise fielen. Dennoch ist ein Roulette Tisch noch immer nicht billig. Preise für einen 37er Automaten reichen je nach Material und Ausstattung von 7.000€ - 15.000€.

Was die Zukunft für Roulette in Deutschland bereithält hängt vor allem von Politikern ab, die sich auf Länder- und Bundesebene bislang nicht auf eine Regelung zum Online Roulette einigen konnten. Das Internet ist klar die Zukunft des Roulette, sei es über Software-basierte Casinos oder Live Dealer Roulette Spiele.